Was ist nachhaltiger? …digitale oder analoge Werbung?

EAG control centeranaloge Werbung, Nachhaltigkeit

Was ist nachhaltiger

Wie ökologisch ist ein digitaler Prospekt im Vergleich zu einem gedruckten Prospekt?

Ist analoge Werbung nachhaltig? Ja!

Die Veränderungen, die Covid und Klimawandel bringen, fordern uns heraus, zu hinterfragen, was wir eigentlich jeden Tag tun und denken. Wie sieht es da mit unserer Werbung eigentlich aus?

‚Digitale Werbung ist klimafreundlicher als gedruckte Werbung‘

…ist eine Annahme, die normalerweise für wahr gehalten wird…

Aber ist dem wirklich so?

Digitales Marketing ist nicht zu übersehen, Werbung auf allen Kanälen strömt auf uns ein. Schon im Jahr 2009 rechneten Forscher, dass täglich 34GB an Daten je durchschnittlichem Amerikaner konsumiert wurde. Damals waren noch Radiokanäle und Zeitunglesen Bestandteil der berechneten Datenmenge.

Heute sind die Endgeräte zahlreicher und leistungsfähiger. Tägliche Datenströme von 50GB in die Haushalte sind durch Streaming-Dienste wie Netflix und Spotify keine Seltenheit, wobei Zeitunglesen und Radiohören nicht mehr dazu zählt! Exponentielle Anstiege von Datenverbrauch pro Kopf sehen wir nicht nur in den USA, sondern vermehrt auch bei uns in Europa.

(https://decisiondata.org/news/report-the-average-households-internet-data-usage-has-jumped-38x-in-10-years/)

 

Ein Studie der University of Glasgow übersetzt den Datenverbrauch in CO2-Verbrauch: die Forscher rechneten aus, dass das Speichern und Übertragen digitaler Audiodateien 2016 allein in den USA zwischen 200 und 350 Millionen Kilogramm Treibhausgase oder  CO2-Äquivalente emittierte. So ist die Erkenntnis momentan: Streaming ist schlechter für die Umwelt als CD´s und Schallplatten. Dieses Beispiel demonstriert den immensen Stromverbrauch der digitalen Dienste. (https://www.berliner-zeitung.de/zukunft-technologie/forscher-streaming-ist-schlechter-fuer-die-umwelt-als-cds-und-schallplatten-li.112319?lid=true)

analoge nachhaltige Werbung

digital oder analog, was ist nachhaltiger?

 

Wer hätte das gedacht?

Der Einfluss der digitalen Tätigkeiten auf umweltrelevante Effekte wird durchgängig unterschätzt.

Zu dieser Feststellung kommt auch das Team hochrangiger französicher Wissenenschaftler, zusammengefasst im „The Shift Project – The Carbon Transition ThinkTank“, im März 2019. Neben dem Verbrauch von Seltenen Erden steht hauptsächlich der Stromverbrauch der Server und Endgeräte in der Kritik, aber auch der Ressourcenverbrauch in der Herstellung und Entsorgung der beteiligten Komponenten . (https://theshiftproject.org/en/article/lean-ict-our-new-report/)

„Der Megatrend der Digitalisierung weist auf vielen Ebenen deutliche Defizite im Bereich der Nachhaltigkeit auf.“  Dies geht aus einer umfangreichen Studie des WWF und der Robert Bosch Stiftung hervor. Hier wird die Digitalisierung auf Herz und Nieren in Punkto Nachhaltigkeit geprüft, wer tiefer einsteigen möchte, der kann mit dem obigen Klick direkt zur Studie gelangen.

Obwohl in Deutschland der Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energien schon bei 53% liegt, bleiben viele Fragen (Ressourcen, Langlebigkeit, etc.) offen.

Wir möchten unseren geneigten Lesern an dieser Stelle das Thema Print-Werbung in Erinnerung rufen. …und einen Impuls zu Recycling-Papier dazu geben.

Zumal in der Papier- und Verpackungsindustrie DAS top Trend-Thema die Nachhaltigkeit ist. (Dies geht aus einer aktuellen Studie von Simon Kucher & Partners hervor). Wobei die Nachhaltigkeit vom Endkunden aus angetrieben wird.

Ökologischer Strom

Wenn digital, dann ökologisch!

 

Den jüngeren Generationen ist klar, dass Ressourcen nicht einfach zum Verbrauch da sind.

Wenn wir betrachten, dass der Generationenwechsel in Entscheidungspositionen mitten im Umbruch ist und Nachhaltigkeit spätestens seit „Fridays for future“ ein Thema, das in der breiten Masse angekommen ist, bekommt Printwerbung also analoge Werbung, einen ganz neuen Glanz.

Schön ist aber auch, zu sehen, wie sich die Jugend für eine nachhaltige Gestaltung der digitalen Themen einsetzt. So hat das Youth Internet Governance Forum 12 Empfehlungen für die Nutzung digitaler Prozesse formuliert: hier nachzulesen.

 

Für uns ist klar, dass es eine pauschale Aussage, welches Medium nun ökologischer ist, nicht geben kann; zu viele Faktoren sind im Spiel.

Aber: ökologisch gedruckte Prospekte auf Recyclingpapier sind nachhaltiger als digital geschaltete Werbung, die im sekundentakt nebenher konsumiert wird. Wenn Sie die vom Endkunden geforderte Nachhaltigkeit noch besser bedienen wollen und ihre Werbung auf Recyclingpapier in den Briefkasten bringen, dann sind Sie ökologisch ganz vorne mit dabei!

Wenn das analoge Werbemittel dann noch kreativ und haptisch ansprechend, mit gut überlegten Inhalten bestückt, hochwertig gestaltet wird, kann nicht nur die Umwelt davon profitieren, sondern auch der Konsument und die beworbene Marke.