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Bäume, Papier & die Wahrheit über Nachhaltigkeit.

Am Tag des Baumes ist es Zeit, innezuhalten – und genauer hinzuschauen. Denn rund um Bäume, Holz und Papier kursieren viele Halbwahrheiten. Wir räumen heute mit den hartnäckigsten Mythen auf und zeigen, warum der Baum als Rohstoffquelle für Papier nachhaltiger ist, als viele denken.


Der Baum steht heute zu Recht im Mittelpunkt. Er bindet CO₂, schützt Böden, beheimatet Artenvielfalt – und er ist die Grundlage eines der ältesten und am intensivsten recycelten Materialien der Welt: Papier. Doch genau hier beginnen die Missverständnisse. Denn viele Menschen verbinden Papierproduktion instinktiv mit Abholzung und Ressourcenverschwendung. Die Fakten zeichnen ein anderes Bild.

Das zeigt auch eine Studie von IFH Media Analytics, die von der Engel AG mitinitiiert wurde: Im Prospektmonitor 2023 stimmten zunächst 61 % der Befragten der Aussage zu, Printprospekte verbrauchten zu viele Ressourcen. Nach Konfrontation mit belegten Fakten zur Papierherstellung und zum Recycling sank dieser Wert auf 29 %. Eine bemerkenswerte Veränderung – allein durch Aufklärung.
 

Europäische Wälder: Mehr Fläche, verantwortungsvolle Bewirtschaftung.
Der verbreitetste Irrtum: Papier = Abholzung. Tatsächlich ist die Waldfläche in Europa und der EU in den vergangenen Jahrzehnten netto gewachsen. Je nach Bezugsraum und Zeitraum entspricht das grob mehr als 1.500 Fußballfeldern zusätzlicher Waldfläche pro Tag. Holz für Papier stammt in Europa überwiegend aus bewirtschafteten Wäldern, in denen Pflanzung, Anbau und Holzernte sorgfältig kontrolliert werden.

Waldzertifizierungen wie FSC oder PEFC spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie sollen sicherstellen, dass Holz aus nachweislich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt und dass Regeneration, Biodiversität sowie soziale Standards berücksichtigt werden.

Und der Einwand, dass importierter Zellstoff unkontrollierbare Abholzung fördere? Zertifizierte Lieferketten spielen auch hier eine zunehmend wichtige Rolle. Pauschalaussagen über die genaue Vornutzung aller Flächen verbieten sich allerdings – die Realität ist differenzierter, und seriöse Aussagen müssen das widerspiegeln.
 

Papier: Kreislauf statt Einbahnstraße.
Was viele nicht wissen: In Deutschland lag die Altpapiereinsatzquote 2024 bei rund 84 %. Das bedeutet: Der ganz überwiegende Teil des hierzulande eingesetzten Papiers bestand bereits aus recyceltem Material. Papierfasern können dabei mehrfach recycelt werden – wie oft genau, hängt von Faserart, Produkt und Verfahren ab. Die europäische Papierrecyclingquote lag zuletzt bei 75,1 %. Kaum ein anderes Material kann da mithalten.

Und der Anteil an Frischfasern, der tatsächlich noch benötigt wird? In Deutschland stammen diese überwiegend aus Durchforstungsholz und Nebenprodukten aus Sägewerken – also aus Material, das ohnehin anfällt. Hochwertige Stammholzsortimente gehen in der Regel eher in langlebige Holzprodukte wie Möbel oder Bauholz.


Weitere Mythen im Faktencheck.
Anlässlich des Tags des Baumes lohnt ein kurzer Blick auf weitere verbreitete Annahmen:

  • „Papierherstellung verbraucht übermäßig viel Wasser.“
    Nicht zutreffend. Ein sehr großer Teil des in der europäischen Papierindustrie eingesetzten Wassers wird nach Aufbereitung wieder zurückgeführt; aktuelle Branchenangaben sprechen von rund 90 %.

     
  • „Digitale Werbung ist immer umweltfreundlicher.“
    So einfach ist es nicht. Ob gedruckt oder digital nachhaltiger ist, hängt stark vom konkreten Nutzungsszenario ab. Studien zu Werbemitteln zeigen, dass Print in einzelnen Szenarien bei mehreren Umweltindikatoren – darunter Klimawandel und Nutzung fossiler Ressourcen – günstiger abschneiden kann. Auch der Energieverbrauch digitaler Infrastrukturen ist ein wachsendes Thema. Pauschalurteile in beide Richtungen greifen zu kurz.

     
  • „Papier ist ein verschwenderisches Produkt.“
    Bei kaum einem Material ist die Recyclingleistung höher. Papier basiert auf einem nachwachsenden Rohstoff und wird in Europa zu einem erheblichen Teil konsequent wieder in den Kreislauf zurückgeführt


Unser Standpunkt: Fakten statt Vorurteile.

Der Tag des Baumes erinnert uns daran, wie wertvoll Wald und Holz als Ressource sind – wenn wir verantwortungsvoll damit umgehen. Genau das geschieht in der europäischen Papierproduktion: durch zertifizierte Forstwirtschaft, konsequentes Recycling und den Einsatz von Neben- und Reststoffen. Das bedeutet nicht, dass alles perfekt ist. Aber es bedeutet, dass Papier bei einer ehrlichen, differenzierten Betrachtung deutlich besser abschneidet, als sein Ruf vermuten lässt.

Wir bei der Engel AG stehen für einen sachlichen, faktenbasierten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Denn nur wer die Zusammenhänge wirklich versteht, kann gute Entscheidungen treffen – für sein Unternehmen und für die Umwelt. Pauschalkritik hilft dabei nicht weiter; belegte Fakten schon.
 

In diesem Sinne: Alles Gute zum Tag des Baumes.

Wir freuen uns, wenn Sie dieses Wissen weitertragen – am besten auf Papier. 🌳

 

Quellen
1  Prospektmonitor 2023, IFH Media Analytics, 13. April 2023.
2  LA POSTE / Quantis 2019: Pour une communication responsable. Analyse du cycle de vie de supports de communication papier et numérique.
3  Umweltbundesamt: Altpapier und Papierrecycling in Deutschland, Stand 2024.
4  European Paper Recycling Council (EPRC): Monitoring Report 2024.
5  Rat der Europäischen Union / Europäische Kommission: Waldflächenentwicklung in der EU seit 2000.
6  Umweltbundesamt: Holzverwendung in der Papierindustrie – Rohstoffherkunft und Nachhaltigkeit.

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