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Was macht eigentlich „Werbestopper“?

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei – und so widmen wir uns heute zum dritten Mal dem Thema „Werbestopper“. Bereits in den Beiträgen „Werbestopper.de – Segen oder schöner Schein“ und „Werbestopper“ – Wettbewerbszentrale reicht Klage ein“ haben wir uns mit diesem Geschäftsmodell beschäftigt.

Nachdem der Dienst „Werbestopper“ im September 2016 mit recht großem Getöse auf dem Markt auftauchte und bereits gleich zu Anfang Zweifel an der Seriosität des Angebots laut wurden, kam es im Frühjahr zum Äußersten: Die Wettbewerbszentrale klagte gegen die Betreiberfirma, sodass diese sich schließlich wegen Datenschutzverstößen und irreführender Werbung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten musste.

Die Ruhe nach dem (Werbe-)Sturm

Noch gibt es kein Urteil, doch bemerkenswert ist allemal, dass es um den Dienst „Werbestopper“ erstaunlich still geworden ist und weder die Follower-Zahlen bei Facebook noch die mediale Resonanz den anfangs betriebenen immensen Aufwand aufzuwiegen scheinen. Der berühmte Tiger, der als Bettvorleger gelandet ist? Das wäre möglicherweise ein etwas verfrühtes Urteil und zudem wäre es wohl nicht gerade die feine englische Art, den Betreibern von vornherein unlautere Absichten unterstellen zu wollen.

Dennoch ist die Klage der Wettbewerbszentrale bemerkenswert, und besonders spannend wird es sein, wie das Landgericht über den Vorwurf entscheiden wird, die hinter dem Dienst stehende – wohlgemerkt privatwirtschaftliche – GDVI (Gesellschaft zur Durchsetzung von Verbraucherinteressen) würde personenbezogene Daten der Nutzer an ein Unternehmen in der Schweiz weitergeben. Weitergeben wohlgemerkt, ohne die Kunden darüber zu informieren, zu welchem Zweck. Denn das wirkt in unseren Augen tatsächlich höchst unseriös!

Keine Spekulationen über die Zukunft von „Werbestopper“

Wir sind der Meinung, dass es müßig ist, zum momentanen Zeitpunkt über die Zukunft von „Werbestopper“ zu sprechen – zunächst gilt es erst einmal, das entsprechende Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth abzuwarten. Wir werden dann zum gegebenen Zeitpunkt die Fakten aufbereiten und sind schon sehr gespannt, was es dann über den Dienst und die Betreiberfirma zu berichten geben wird. Ob dann aller guten Dinge vier sein werden oder eher aller schlechten, steht jetzt noch in den Sternen respektive in den Gesetzbüchern. Aber wir bleiben dran!