Regelmäßige Branchennews rund um das Thema Smart Media & Data

 




 

Kundenorientierung – bis jetzt mehr Schein als Sein

Über Kundenorientierung wird dieser Tage sehr viel gesprochen – „gelebt“ wird sie wohl deutlich weniger als sie im Mund geführt wird. Dies lässt zumindest die Studie „Digital Dialog Insights 2017“ vermuten, die sowohl auf der Unternehmensseite als auch in der Wahrnehmung der Konsumenten einen Mangel an durchgeführter und wahrgenommener Kundenorientierung konstatiert. Dabei ist den Unternehmen völlig klar, dass es ohne eine Konzentration auf die Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse des Kunden heutzutage einfach nicht mehr geht. Und auch die Kunden selbst haben inzwischen den Anspruch, die Wünsche sozusagen von den Augen abgelesen zu bekommen. Möglich ist das ja theoretisch, nur umgesetzt wird es in noch zu geringem Maße.

Relevanz erkannt – Umsetzung nicht erfolgt

Doch woran liegt das? Laut der Studie, in deren Rahmen 120 Marketing-Experten aus unterschiedlichsten Branchen und außerdem 1.000 Web.de- und GMX-Nutzer befragt wurden, liegt der Grund für den Mangel an Kundenorientierung nicht in fehlenden Investitionen der Unternehmen. Denn wie gesagt, alle sind sich bewusst über den bevorstehenden Paradigmenwechsel, der die individualisierte Ansprache des Kunden in den Mittelpunkt stellt. Und dementsprechend hohe Relevanz wird der Thematik auf der Unternehmensseite eingeräumt. Ein Problem könnten jedoch die unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen sein, die es in Bezug auf den Datenschutz gibt. Außerdem ist ein Großteil der Befragten der Meinung, dass es zu wenige valide Daten gäbe, was allerdings womöglich ein ziemlicher Irrtum ist.

Keine Zeit mehr verlieren

Angesichts der Tatsache, dass 75 Prozent der befragten Nutzer persönlich angesprochen werden wollen und dass knapp die Hälfte eine persönliche Relevanz von Werbeansprache im Netz erwartet und ihr Fehlen gleichzeitig moniert, ist es an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und den oben angesprochenen Paradigmenwechsel zu vollziehen. Zumindest dann, wenn man am Markt bestehen will. Und das ist heutzutage ohne eine ausgefeilte Kundenorientierung auf Datenbasis nicht mehr oder zumindest nicht mehr leicht möglich!