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Die „Generation Z“ und die Ausbildung im Einzelhandel

Eine Ausbildung im Einzelhandel ist für viele Jugendliche der Generation Z, also der Generation der nach 2000 geborenen jungen Menschen, nicht unbedingt das Nonplusultra. Überhaupt ist die Ausbildung im Allgemeinen nicht mehr unbedingt attraktiv für diese Generation. Sie strömt eher vermehrt an die Universitäten, was in hohem Maße mit ihrem Streben nach Anerkennung und Karriere, oder, um es mit Bourdieu zu sagen, nach ökonomischem und symbolischem Kapital zu tun hat. Doch wie soll der Einzelhandel dieser Problematik begegnen und wie kann er eine Ausbildung wieder attraktiv für junge, begabte Männer und Frauen machen?

Berufsbilder wandeln sich

Ein wichtiges Stichwort ist die Digitalisierung: Da es sich bei der sogenannten Generation Z um die zweite Generation der Digital Natives handelt, sollte man sich deren Eigenschaften durchaus gezielt zunutze machen, um so für beide Seiten zukunftsträchtige und befriedigende Lösungen finden. Zum einen wäre da die Seite des Einzelhandels. Dieser muss seine Ausbildungen so oder so an neue Entwicklungen anpassen. Im Zuge der Digitalisierung ändert sich auch der Anspruch der Kunden an die Handelsfläche. Der Verkäufer wird zukünftig immer mehr auch zum Unterhalter und Animateur, der den Einkauf für den Kunden zum Event machen muss. Viele Bestandteile des Berufsbilds eines klassischen Verkäufers werden zunehmend automatisiert oder wandern ins Online-Geschäft ab. Diese Tatsachen sollte der Einzelhandel im Hinterkopf behalten.

Win-Win-Situation für Einzelhandel und Generation Z?

Und dabei kommen die spezifischen Qualitäten der Generation Z ins Spiel, bei der es sich um die erste Generation handelt, die gedanklich „digital“ und „real“ nicht mehr trennt und also in ganz anderen Gebieten voll und ganz heimisch ist als ihre älteren potenziellen Kollegen. Diese Qualitäten kann und soll der Einzelhandel für sich nutzen. Einerseits um den Anschluss in sich rasch wandelnden Zeiten nicht zu verlieren, andererseits um der jungen Generation die Möglichkeit zu geben, Ihre Qualitäten anzuwenden, um damit die von ihr gewünschte Anerkennung zu gewinnen. Theoretisch ist das für beide Seiten eine Win-win-Situation. Nur muss der Einzelhandel fraglos seine Ausbildungsinhalte an die veränderten Jobprofile anpassen. Zum einen, um sie für die Jugend attraktiv, zum anderen um sich selbst fit für die Zukunft zu machen!